Spam

Die Vereigten Staaten von Amerika sind das Land mit der grössten Ursprungrate von Spam, wie eine Studie Ende 2004 herausfand.

Vielleicht sehe ich das zu zynisch, aber für mich ist es absolut logisch.

Spam empfindet der normale Bürger zwar als etwas kriminelles, aber in Warheit hat es sehr viel mit Geld zu tun. Nämlich dem Geldfluss vom armen Bürger und Konsumenten zu Profiteuren.

Und ich behaupte hier, dass Spam für viele Firmen durchaus nützlich ist. Die Netzbetreiber können mehr Leitungskapazität verkaufen, die Softwarefirmen können Antispam-Software sowie die noch viel lukrativeren Service-Abonnements verkaufen (prominentestes Beispiel die Firma Symantec), die Computerhersteller können neue schnellere Rechner für die neuesten Versionen der Antispamsoftware verkaufen, die Pharmafirmen können mehr Viagra und Xenical verkaufen, die Beratungsfirmen können Studien zum Spamaufkommen verkaufen, die Juristen können Rechtsgutachten verkaufen, der Präsident kann neue Gesetze zum angeblichen Schutz der Wähler verkaufen und der einfache Bürger wird für dumm verkauft.

Wie man sieht, hat niemand Einflussreiches irgend ein Interesse am Verschwinden von Spam. Die ganze Situation erinnert mich ein bisschen an das Gefangenendilemma (Spieltheorie). Die aktive oder passive Duldung von Spam ist für den einzelnen finanziell interessanter als dessen Verzicht. Natürlich wäre es für alle Beteiligten noch besser, wenn alle auf Spam verzichten würden, aber dazu müsste man ja kooperieren und irgendwelche freiheitseinschränkenden Regeln einführen. Und das ist das letzte was die Mächtigen der Vereinigten Staaten zulassen würden.

Felix

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letzte Änderung: 07.02.2005 19:57     © Felix Müri